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Technologien für mehr Privatsphäre im Internet

Mit den Technologien der Privacy Sandbox soll die Privatsphäre der Nutzer im Web und in Apps verbessert werden, während Publisher, Entwickler und Werbetreibende gleichzeitig das erhalten, was für ihr Unternehmen wichtig ist. Hier erfahren Sie mehr über die Privacy Sandbox und die Technologien, die Website- und App-übergreifendes Tracking reduzieren.

Was ist die Privacy Sandbox?

Die Privacy Sandbox ist eine branchenweite Initiative zur Entwicklung neuer Technologien, mit denen die Privatsphäre von Android-Nutzern im Web und in Apps besser geschützt werden soll. Mithilfe der vorgeschlagenen Lösungen wird das Tracking einzelner Nutzer eingeschränkt und es werden sicherere Alternativen zu bestehenden Technologien auf diesen Plattformen zur Verfügung gestellt, während sie für alle offen und zugänglich bleiben.

Nutzer sollen sich im Web und in Apps keine Sorgen darüber machen müssen, welche personenbezogenen Daten erhoben werden und von wem. Mit den Technologien der Privacy Sandbox möchten wir derzeitige Trackingverfahren überflüssig machen und verdecktes Tracking wie Fingerprinting blockieren.

Wichtige Technologien zum Datenschutz

Topics API, Protected Audience API und Attribution Reporting API sind Schlüsseltechnologien der Privacy Sandbox. Sie ersetzen weniger private Mechanismen, die bisher für Onlinewerbung verwendet wurden. Unternehmen können Nutzer weiterhin basierend auf ihren Interessen erreichen und die Leistung ihrer Onlineanzeigen im Blick behalten. Nutzer profitieren dabei von mehr Privatsphäre und Kontrolle über ihre Daten.

Topics API

Die Topics API wurde entwickelt, um die Privatsphäre zu schützen und dabei gleichzeitig ansprechende Inhalte und Anzeigen zu präsentieren. Sie übermittelt die Interessen der Nutzer basierend auf ihrem aktuellen Browserverlauf, damit auf Websites und in Apps relevante Werbung ausgeliefert wird.

Bei der Topics API gibt es zwei wichtige Punkte. Als Erstes weist die API jeder Website ein Label aus eindeutigen übergeordneten Themen zu. Eine Sportwebsite wird vom Browser beispielsweise dem Thema „Sport“ zugeordnet. Dann erfasst der Browser einige der häufigsten Themen zu den von Ihnen besuchten Websites. Diese werden für die besuchten Websites freigegeben (jede Woche ein neues Thema), sodass Werbetreibende relevante Werbung schalten können, ohne im Einzelnen zu wissen, welche Websites Sie aufgerufen haben.

Sie können sich die Themen ansehen und einzelne Themen entfernen oder die Funktion deaktivieren.
Weitere Informationen zur Topics API

Protected Audience API

Die Protected Audience API, früher FLEDGE API, ist eine Privacy Sandbox-Lösung für benutzerdefinierte Zielgruppen und Remarketing, die so konzipiert ist, dass Dritte das Browserverhalten von Nutzern nicht über Websites hinweg verfolgen können.

Wenn Sie heute eine Website besuchen, können Cookies von Drittanbietern verwendet werden, um Ihnen später relevante Werbung zu präsentieren. Dabei wird jedoch ein Großteil Ihres Browserverlaufs offengelegt und so werden möglicherweise zu viele Ihrer Daten von Dritten erfasst. Mithilfe der Protected Audience API können AdTech-Unternehmen Anzeigen präsentieren, während Informationen zu Ihrem Browserverhalten privat bleiben.

Bei mobilen Apps gilt ebenso: Mithilfe der Protected Audience API können AdTech-Unternehmen Anzeigen präsentieren, Informationen zu Ihren App-Aktivitäten bleiben jedoch privat.

Attribution Reporting API

Mit der Attribution Reporting API haben Werbetreibende die Möglichkeit, die Leistung ihrer Onlinewerbung zu analysieren, ohne Nutzeraktivitäten auf Websites oder in Apps erfassen zu müssen.

Ein Beispiel: Sie lesen die morgendlichen Nachrichten und stoßen dabei auf eine Anzeige für Kopfhörer, die gerade im Angebot sind. Sie klicken darauf, um sie sich genauer anzusehen. AdTech-Unternehmen können den Werbetreibenden mithilfe der Attribution Reporting API informieren, wenn ein Kauf getätigt wurde, ohne dabei Ihre individuellen Browser- oder App-Aktivitäten preiszugeben. Dies geschieht beispielsweise mithilfe von Verschlüsselung, Zeitverzögerung, sicheren Servern und Aggregation sowie zufällige Anordnung von Daten.

Der Werbetreibende sieht so, welche seiner Anzeigen besonders effektiv ist, ohne dass individuelle Kennungen verwendet werden.

Häufig gestellte Fragen

Wann sind die neuen Technologien verfügbar?

Sie werden regelmäßig über die Fortschritte bei der Privacy Sandbox informiert, auch über weitere Möglichkeiten, die neuen Technologien auf Ihren Websites und in Ihren Kampagnen zu testen. Aktuelle Neuigkeiten bietet der Blog unter developer.chrome.com und wenn Sie auf dem Laufenden bleiben möchten, registrieren Sie sich einfach unter developer.android.com.

Wie kann ich mich einbringen?

Google lädt Branchenvertreter wie Entwickler, Online-Publisher, AdTech-Unternehmen und Werbetreibende ein, die vorgeschlagenen neuen Technologien mit zu entwickeln und zu testen.

Was das offene Web betrifft, haben Sie die Möglichkeit, in Foren wie dem W3C an Diskussionen teilzunehmen. Als Unternehmen können Sie sich mit Ihren Branchenverbänden und Technologieanbietern austauschen und einbringen. Und wenn Sie Entwickler sind, laden wir Sie ein, an unseren Ursprungstests teilzunehmen.

Für Android können Sie direkt über die Website developer.android.com Feedback zu den Designvorschlägen geben und sich dort registrieren, wenn Sie über das Projekt auf dem Laufenden gehalten werden möchten.

Ich bin ein Website-Publisher und/oder -Entwickler. Wo finde ich weitere Informationen?

Unter developer.chrome.com erhalten Sie einen Überblick über alle Privacy Sandbox-Vorschläge und Anleitungen zu Tests. Außerdem finden Sie dort Verweise auf Erklärungen und Diskussionen bei GitHub.

Ich bin Publisher und/oder Entwickler von Android-Apps. Wo finde ich weitere Informationen?

Unter developer.android.com finden Sie Informationen, Designvorschläge und Updates zur Privacy Sandbox für Android.